Freitag, 16. Februar 2018

15.2.2018 - Hali - Vik

Am Morgen geht es noch mal zur Diamond-Beach am Jökulsarlon, diesmal aber zum östlichen Teil. Es bedarf Gummistiefeln und Crampons (Spikes) drunter, weil es auf dem Parkplatz und auch sonst spiegelglatt ist.
Wir ärgern uns über eine Anzahl asiatisch aussehender Touristen, die sich ohne zu fragen oder sonst irgendwie Rücksicht auf die aufgestellten Stative zu nehmen, genau vor die Eisbrocken stellen um ihre Selfies zu machen, die wir uns auch als Motive ausgeguckt haben.
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 Es beginnt immer mal wieder zu regnen. Trotzdem toben wir uns zwei Stunden am Strand aus.
Thomas übt sich darin, Wellen in Langzeitbelichtung (mit Filter drauf) zu erfassen, ...
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... und ich darin, einzelne Eisbrocken mehr oder weniger gekonnt in Szene zu setzen.
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Dabei muss man stets aufpassen, von den teils hohen Wellen nicht umgeworfen oder nass gemacht zu werden.
Da Thomas weit vorne in der Brandung steht bleibt es nicht aus, dass er trotzdem eine Welle in die Stiefel gespült bekommt.
Während er schon mal zurück zum Truck geht um sich trocken zu legen, kann ich  nun auch mal mein Glück mit dem Stativ versuchen. Der Himmel reisst auf und ich versuche das blaue Loch ins Bild zu integrieren.
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Auch ohne von den Wellen erwischt worden zu sein, ist man inzwischen kletschnass, zumindest Kopfbedeckung, Anorak und Handschuhe. Egal, das trocknet im Truck gleich wieder.
Der nochmals angedachte Ausflug zu dem Canyon muss auch diesmal wieder wegen Unbefahrbarkeit der Straße entfallen. In einem Café wird stattdessen der übliche (und völlig überflüssige) Lunch eingenommen. Wir gönnen uns eine kleine Pizza.
Unterwegs halten wir dann an einem kleinen Wasserfall, der über eine Felswand fällt, die wunderschön mit Eiszapfen verziert ist.
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In Vik angekommen fahren wir direkt durch zum Dyrholaey. Dort haben wir endlich mal Glück mit etwas Farbe zum Sonnenuntergang. Erst einmal ein Blick auf den Seastack auf der Ostseite.
Ein extrem hoher Wellengang macht an diesem Abend den besonderen Reiz dieser Lokation aus. Man muss ein wenig abwarten, bis wieder eine größere Welle anlandet - und dann ein paar Serienaufnahmen hintereinander schießen.
Hier der Blick auf die Westseite. Schön, wie sich die Welle am vorgelagerten Felsen bricht!
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Diesmal übernachten wir im Katla Hotel, ein wenig außerhalb von Vik - die Zimmer sind kalt, keine Heizung zu sehen, kein Thermostat einzustellen. Es gibt Buffet für einen sehr hohen Preis - und das, wo man eigentlich noch satt vom Mittagessen ist. Also bestellen wir nur eine Tagessuppe mit Brot und ein Bier dazu.
Im Anschluss an das Essen versuchen wir  noch einmal Nordlichter zu fotografieren. Aber an einem Ort irgendwo entlang der Straße. Ohne Vordergrund. Und es tat sich wenig. Ein Testschuss, als der Bus noch seine Lichter an hat, bringt ein lustiges und irgendwie faszinierendes Ergebnis zu Tage.
Ein bisschen war dann doch zu sehen, dann wieder nicht und dann an Stellen, wo man nicht damit rechnete.
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Müde und ein bisschen enttäuscht fahren wir zurück ins Hotel, gerade rechtzeitig vor dem nächsten Regenguss.

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